Imbiss-Umsatz pro Tag: was verdient ein Foodtruck?
Umsatz pro Tag, Umsatzsteuer, Wareneinsatz, Fixkosten, Steuern: wie Sie rechnen und was von Ihrem Umsatz bleibt, ohne erfundene Durchschnittswerte.
Romain BarreauGründer von Food Truck Store · 4 Min. LesezeitWie viel Umsatz ein Imbiss pro Tag macht, kann Ihnen niemand seriös versprechen: Es hängt von Standplatz, Karte, Preis, Verkaufstagen und Tempo ab. Wir nennen keine erfundenen Durchschnittswerte. Hier steht, wie Sie Ihren Umsatz rechnen und was davon bleibt, jeder Abzug mit seiner Quelle.

Umsatz pro Tag: die Formel.
Ihr Tagesumsatz ist die Zahl Ihrer Verkäufe mal Ihr Durchschnittsbon. Den Bon heben Menüs, Getränke und Desserts; die Zahl der Verkäufe hängt vom Andrang ab, aber auch von Ihrem Tempo am Tresen.
- Verkäufe pro Stunde
Zählen Sie an Ihrem künftigen Platz zur Stoßzeit die Passanten und die Kunden der Nachbarn.
- Verkaufsstunden
Mittag, Abend, Wochenende: Wie viele Stunden verkaufen Sie wirklich?
- Durchschnittsbon
Was ein Kunde im Schnitt ausgibt, Getränk und Dessert eingerechnet.
- Verkaufstage
Pro Woche und pro Jahr, mit Wetter, Saison und Urlaub.

Zuerst geht die Umsatzsteuer ab.
In Ihren Preisen steckt die Umsatzsteuer: 7 % für Speisen, seit dem 1. Januar 2026 vor Ort wie zum Mitnehmen, und 19 % für Getränke (§ 12 UStG). Als Kleinunternehmer berechnen Sie keine Umsatzsteuer, solange Ihr Umsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (§ 19 UStG). Was das für Ihre Preise heißt, rechnet der Businessplan-Rechner der FTS Academy.
- 7 %Umsatzsteuer auf Speisen, seit dem 1. Januar 2026
- 19 %Umsatzsteuer auf Getränke
- 25.000 €Umsatz im Vorjahr, bis zu dem die Kleinunternehmerregelung gilt
- 100.000 €Umsatz im laufenden Jahr, höchstens
Dann Ware und Verpackung.
Der Wareneinsatz ist Ihr größter beweglicher Posten: Rechnen Sie jedes Gericht mit Ihren Einkaufspreisen durch, Brot, Sauce und Verpackung eingeschlossen. Füllen Sie zum Mitnehmen in Einwegbecher oder Einweg-Kunststoffverpackungen ab, bieten Sie dasselbe auch in Mehrweg an, nicht teurer (§ 60 VerpackDG); auch das gehört in Ihre Kalkulation.
Jedes Gericht mit seinem Einkaufspreis rechnen.

Die Fixkosten laufen jeden Monat.
Standgeld oder Sondernutzung, Versicherungen, Kfz-Steuer, Prüfungen von Gas und Elektrik und Ihre Krankenversicherung fallen an, ob Sie verkaufen oder nicht. In Berlin kostet der Straßenhandel aus Verkaufsfahrzeugen 50 € je angefangenen Monat (Service Berlin), die Kfz-Steuer für einen Anhänger mit 750 kg 29,84 € im Jahr (§ 9 KraftStG). Alle Posten stehen in unserem Ratgeber Was kostet ein Foodtruck?.
- Der StandplatzSondernutzung, Standgeld oder Beteiligung des Veranstalters.
- Die VersicherungenKfz-Haftpflicht für den Anhänger, dazu was Ihr Versicherer für den Betrieb anbietet.
- Die KrankenversicherungIn der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Selbstständige auch ohne Gewinn einen Mindestbeitrag.

Vom Gewinn zu Ihrem Verdienst.
Was nach Ware, Fixkosten und Umsatzsteuer bleibt, ist Ihr Gewinn, und davon leben Sie. Einkommensteuer fällt erst an, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag von 12.348 € im Jahr 2026 übersteigt (§ 32a EStG), Gewerbesteuer erst über 24.500 € Gewerbeertrag (§ 11 GewStG). Ihre Krankenversicherung und Ihre Altersvorsorge kommen ebenfalls aus diesem Gewinn.
Der kostenlose Businessplan-Rechner rechnet mit Ihren Zahlen: Durchschnittsbon, Wareneinsatz, Verkäufe pro Tag, Fixkosten, Krankenversicherung und Steuern 2026. Er zeigt Ihnen, ab wie vielen Verkäufen pro Tag Sie Ihre Kosten decken.
Aufzeichnen ab dem ersten Tag.
Wer ohne gewerbliche Niederlassung auf Märkten und Straßen verkauft, führt ein Umsatzsteuerheft und trägt täglich seine Einnahmen ein (§ 22 UStG, IHK-Merkblatt Foodtruck); Ausnahmen regelt § 68 UStDV. Eine elektronische Kasse braucht eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (§ 146a AO). Diese Aufzeichnungen sind später auch Ihre besten Zahlen für den nächsten Businessplan.
Lohnt sich ein Foodtruck? Ihre Zahlen entscheiden.
Ein Foodtruck lohnt sich, wenn Ihr Platz genug Verkäufe zu Ihrem Preis bringt, nach Ware, Fixkosten und Steuern. Gehen Sie an den Platz, zählen Sie Passanten und Mitbewerber und rechnen Sie Ihre Gewinnschwelle, bevor Sie unterschreiben; unsere Verkaufsanhänger gibt es ab 13.685 € inkl. 19 % MwSt. (11.500 € netto). Für Burger und Pommes ist der Chef+ konzipiert, wie auf unserer Seite Burger-Foodtruck.
Am Ende zählt, was jeder Service einbringt.

Fragen? Antworten.
Noch eine Frage? Food Truck Store oder unser Partner in Ihrer Region antwortet Ihnen ›Das hängt von Ihrem Standplatz, Ihrer Karte, Ihrem Durchschnittsbon und Ihrem Tempo ab; einen verlässlichen Durchschnittswert gibt es nicht. Rechnen Sie: Verkäufe pro Stunde mal Verkaufsstunden mal Durchschnittsbon, für jeden Verkaufstag.
Ihren Gewinn: den Umsatz ohne Umsatzsteuer, minus Wareneinsatz, Verpackung und Fixkosten. Davon gehen noch Einkommensteuer, Krankenversicherung und Altersvorsorge ab. Der Businessplan-Rechner der FTS Academy rechnet das mit Ihren Zahlen.
Wenn Ihr Platz genug Verkäufe zu Ihrem Preis bringt, um Ware, Fixkosten und Ihren Lebensunterhalt zu decken. Prüfen Sie das vor dem Kauf, mit Ihren eigenen Zahlen.
Seit dem 1. Januar 2026 7 % auf Speisen, vor Ort wie zum Mitnehmen, und 19 % auf Getränke (§ 12 UStG). Als Kleinunternehmer berechnen Sie keine Umsatzsteuer, bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und höchstens 100.000 € im laufenden Jahr (§ 19 UStG).
Einzelunternehmer zahlen Gewerbesteuer erst auf den Teil des Gewerbeertrags über 24.500 € im Jahr (§ 11 GewStG); sie wird weitgehend auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 35 EStG).
Wer ohne gewerbliche Niederlassung auf Märkten und Straßen verkauft, führt ein Umsatzsteuerheft mit den täglichen Einnahmen (§ 22 UStG); Ausnahmen regelt § 68 UStDV. Eine elektronische Kasse braucht eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (§ 146a AO).


Von Romain, Gründer 
